Lebenslauf

Kurzer Lebenslauf und wissenschaftlicher Werdegang

Geboren 1963 in Gerolstein (Westeifel, Kr. Daun, Rheinland-Pfalz) bin ich in der Nordeifel (etwa 70 km südwestlich von Köln) bei Blankenheim (Kr. Euskirchen, Nordrhein-Westfalen) aufgewachsen. Nach Schule und Abitur sowie 15monatigem Wehrdienst habe ich an der Universität zu Köln und an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen Ur- und Frühgeschichte, sowie Geologie und Geographie studiert.

Seit 1996 bin ich mit Sabine Gayck M.A. verheiratet, die ich – ein häufiges „Archäologenschicksal“ – im Studium der Ur- und Frühgeschichte in Köln kennen lernte.

In Köln (Institut für Ur- und Frühgeschichte) waren mein Lehrer vor allem Prof. Gerhard Bosinski und Prof. Wolfgang Taute, in Tübingen (Jägerische Archäologie) besuchte ich u.a. Veranstaltungen bei Prof. Joachim Hahn und Prof. Hansjürgen Müller-Beck. In dieser Zeit nahm ich an zahlreichen Ausgrabungen in Deutschland teil, auch an zwei je zweiwöchigen Grabungen in der damaligen DDR, in Bilzingsleben (1986) und Friesack (1989).

Im Wintersemester 1989/90 schloss ich mein Studium mit dem Magister-Examen in Köln ab. Das Thema meiner Arbeit (Prof. Bosinski) lautete:

Die spätpaläolithischen Funde vom Kartstein (Nordeifel)

1990 begann ich mit einem Werkvertrag der damaligen Archäologischen Denkmalpflege Koblenz meine Arbeit am Forschungsbereich Altsteinzeit des Römisch-Germanischen Zentralmuseums Mainz, Schloss Monrepos, Neuwied (Rheinland-Pfalz) unter der Leitung von Prof. Bosinski.

Als erster Stipendient der neu ins Leben gerufenen „Prinz-Maximilian-zu-Wied-Stiftung“, Neuwied, konnte ich vom Dezember 1990 bis November 1992 am Forschungsbereich Altsteinzeit meine Dissertation erarbeiten. Ihr Titel lautete:

„head’em-off-at-the-pass“ – Ökologie und Ökonomie der Ahrensburger Rentierjäger im Mittelgebirge

Mit dieser Arbeit wurde ich im Dezember 1992 an der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln zum Dr. rer. nat. promoviert (Betreuer: Prof. Bosinski).

In den nächsten zehn Jahren war ich im wesentlichen weiterhin am Forschungsbereich Altsteinzeit auf Schloss Monrepos tätig:

– Januar 1993 bis August 1994 zunächst als Stipendient und dann als wissenschaftlicher Mitarbeiter des RGZM Mainz

– 1.9.1994 bis 31.8.2000 als Mitarbeiter des RGZM Mainz im Rahmen des interdisziplinären DFG-Schwerpunktprogramm „Wandel der Geo-Biosphäre während der letzten 15.000 Jahre“

– 1.10.2000 bis 30.6.2001 und vom 1.10.2001 bis 31.5.2002 war ich wissenschaftlicher Mitarbeiter des RGZM Mainz

In dieser Zeit habe ich über meine Forschungen zur spätpaläolithischen Umwelt- und Besiedlungsgeschichte des Mittelrheingebietes meine Habilitationsschrift erarbeitet, die ich im August 2000 am Fachbereich 08 “Philosophie und Geschichtswissenschaften” der Johann-Wolfgang-von-Goethe-Universität Frankfurt am Main einreichte und dort auch zugelassen wurde. Ihr Titel lautete:

Umwelt und Archäologie der Allerød-Zeit im Neuwieder Becken – Zur Siedlungsarchäologie der spätpaläolithischen Federmesser-Gruppen vor rd. 13.000 Jahren am Mittelrhein

Meine venia legendi im Fach Ur- und Frühgeschichte erwarb ich in Frankfurt nach meinem Probevortrag mit anschließendem Kolloquium am 4.7.2001. Am 31.10.2001 wurde mir dann die akademische Bezeichnung „Privatdozent“ verliehen. Das Verfahren wurde am 15.5.2002 mit der Antrittsvorlesung in Frankfurt beendet. Bei diesem Verfahren ist meine Unterstützung durch Prof. J. Lüning und Prof. P. Breunig besonders herauszustellen.

Von Juli – September 2001 war ich drei Monate bei der Archäologische Denkmalpflege, Amt Koblenz, auf der Festung Koblenz-Ehrenbreitstein (Dr. H.-H. Wegner) beschäftigt

2002 wurde ich in das Redaktionsgremium für das „Archäologische Korrespondenzblatt“, Paläolithikum und Mesolithikum (mit Nicholas J. Conard), berufen. 2013 bin ich auf eigenen Wunsch ausgeschieden.

Nach dem Auslaufen eines weiteren Vertrages beim RGZM Mainz bin ich seit dem 1.6.2002 bin Leiter der Außenstelle Olpe des damaligen Westfälischen Museums für Archäologie / Amt für Bodendenkmalpflege, der heutigen LWL-Archäologie für Westfalen (Trägerschaft: Landschaftsverband Westfalen-Lippe, Münster), zuständig für alle Belange der Archäologischen Denkmalpflege im Regierungsbezirk Arnsberg (Südwestfalen).

Meinem neuen Arbeitsplatz in Westfalen-Lippe Rechnung tragend, habe ich die Umhabilitation an die Ruhr-Universität Bochum beantragt, dem von der Fakultät für Geschichtswissenschaften am 30.4.2005 zugestimmt hat.

An der Ruhr-Universität Bochum erhielt ich am 17.3.2009 auch meine Ernennung zum außerplanmäßigen Professor durch den Rektor der Universität.

2013 wurde ich in den Verband der Landesarchäologen in Deutschland gewählt.

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